Elektroautos wecken Forscherdrang

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Elektroautos sind immer noch Neuland. E-Wägen haben viele Anhänger, aber auch viele Gegner. Das Für und Wider steht nahezu täglich in den Zeitungen. Fakt ist aber, dass Elektroautos nicht auf dem absteigenden Ast sind, sondern durchaus die Fahrzeuge der Zukunft sein könnten. Dies zeigt, dass nahezu alle Automobilhersteller sich mit dem Thema auseinandersetzen und Forschungen veranlassen. Die neuesten Erkenntnisse der vergangenen Tage sind hier – ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben – zusammengefasst.

Renault punktet mit erschwinglichem E-Auto

Als klarer Vorreiter im Bereich der Elektroautos hat sich Frankreich herauskristallisiert. Auch auf dem deutschen Markt macht das Nachbarland mit Elektrofahrzeugenvon Renault oder PSA Peugeot Citroën von sich reden, wie die Berliner Morgenpost schreibt. Um die Dimensionen des potentiellen Marktführers einschätzen zu können: Laut Vorstandschef von Renault Deutschland will der Automobilhersteller bis 2020 einen Marktanteil von zehn bis 15 Prozent erreichen, wenn bis dahin tatsächlich eine Million E-Autos auf Deutschlands Straßen fahren. Gegen den oft kritisierten horrenden Preis von Elektroautos haben die Franzosen mit dem Twizy für 7000 Euro ein Gegenbeispiel auf den Markt gebracht. Einziges Manko: Das Gefährt ist „nur“ ein Mix aus Roller und Auto.

Elektroautos von VW im Test

Im Gegensatz zu Renault ist Volkswagen noch in der Testphase, was Elektroautos anbelangt. Seit Juni des vergangenen Jahres wurden achtzig Golf Blue-e-Motion in deutschen Großstädten erprobt. Die Wirtschaftswoche schreibt über eine erste Bilanz: Nicht nur, dass von den achtzig Elektroautos eine halbe Million Kilometer zurückgelegt wurde; vonseiten der Testfahrer kamen für Volkswagen wertvolle Anregungen bezüglich des gewünschten Preis-Leistungsverhältnisses von Elektroautos. Alltagstaugliche Fahrzeugtechnik ist ein weiterer Faktor, der im Rahmen des Tests für VW klarer geworden ist und den Automobilhersteller in Sachen Elektroautos bald in einer Reihe mit Mitsubishi, Renault, Nissan und demnächst Smart stehen lassen könnte. Die größte Hemmschwelle ist wohl nach wie vor, als Elektroautofahrer plötzlich ohne Strom auf weiter Flur zu stehen.

BMW, Siemens und Vattenfall testen neues Elektroauto

Von einem noch ganz frischen Testversuch des Elektroautos ActiveE von BMW berichtet das Portal Mein Elektroauto. Seit Mitte Dezember beschäftigen sich die Tester, darunter auch Siemens und Vattenfall, mit dem neuen Elektrofahrzeug aus dem Hause BMW. 30 ActiveE stehen den Testern – Flottenkunden sowie Privatnutzern – zur Verfügung. Neben der Alltagstauglichkeit zielen BMW, Siemens und Vattenfall darauf ab, erneuerbare Energien sinnvoll zu nutzen, um die Reichweite des E-Fahrzeugs sowie die Technik weiter zu verbessern. Geplant ist, 2012 etwa 1000 Fahrzeuge des Typs ActiveE zu verkaufen. Für Statistiker: Das BMW-Elektroauto weist eine Höchstgeschwindigkeit von 145 Kilometer pro Stunde bei einer Reichweite von maximal 160 Kilometern auf.

ADAC bewertet Opel Ampera

Unter der Lupe des ADAC befand sich kürzlich das Elektrofahrzeug Opel Ampera, wie stromauskunft.de schreibt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Für das Kriterium Umwelt gab es eine 1,3, für den Motor eine 1,6. Die Gesamtnote liegt bei 2,1. Weniger Freude macht der hohe Preis: 48.000 Euro lässt sich das E-Auto kosten. Vorteilhaft ist, dass das Auto ohne Ladestation auskommt, sondern zum Aufladen an eine gewöhnliche Steckdose angedockt werden kann. Bis zu 80 Kilometer können damit immerhin zurückgelegt werden. Weitere 500 Kilometer sind im Bereich des Möglichen, wenn anschließend der Benzinmotor des Opel Ampera ins Spiel kommt.

Audi forscht: Strom in Elektroautos soll zielführender arbeiten

Forschungsdrang in punkto Elektroautos beweist auch Audi, wie Auto-Presse.de berichtet: Eine Forschungsgemeinschaft – bestehend aus Automobilherstellern, Zulieferern, Halbleiterherstellern und Universitäten aus acht Ländern Europas – entwickelt Ideen und Konzepte, wie Ausfälle der Sensor-, Steuer- und Kommunikationssysteme bei Elektroautos der Vergangenheit angehören könnten. Neben Audi als Förderer wirken auch Daimler, Bosch, Conti-Temic, Infineon sowie die TU Dortmund mit. Ziel ist vor allem die Reduzierung von Gewicht und Kosten, aber auch die Entwicklung einer Technik, die sicher vor elektromagnetischen Einflüssen ist.

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