Wie oft sollte man den Ölfilter wechseln?

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Um zu beantworten, wie häufig ein Wechsel des Ölfilters vorzunehmen ist, sollten im ersten Schritt erst einmal seine Funktion und Aufgabe genauer betrachtet werden.

Der Turbolader beziehungsweise die beweglichen Komponenten des Motors werden durch das Motoröl in erster Linie geschmiert, damit die entsprechende Reibung reduziert wird. Auf diese Weise fällt sowohl die Effizienz wesentlich optimaler aus als auch die Langlebigkeit der Bauteile.

Ein Verschleiß lässt sich jedoch auch dann, wenn sich der Schmierfilm stets ideal gestaltet, niemals komplett vermeiden. Kleinste Metallpartikel werden im Betrieb so abgetragen und mit dem Öl abtransportiert. Diese sind aus dem Öl natürlich heraus zu sieben, damit durch sie kein Schaden verursacht werden kann. Diese wichtige Aufgabe wird durch den Ölfilter erfüllt.

Der Wechsel des Ölfilters – Wann und wie oft?

Der fällige Ölwechsel richtet sich nach den jeweiligen Herstellervorgabe. Bei diesem wird in den meisten Fällen auch ein Wechsel des Filters vorgenommen. Das entsprechende Intervall beträgt in den meisten Fällen 15.000 gefahrene Kilometer oder zwölf Monate.

Es besteht allerdings durchaus auch die Möglichkeit, den Wechsel des Ölfilters häufiger vorzunehmen. Zu überschreiten sind die herstellerseitigen Service-Intervalle jedoch idealerweise nicht.

Außerhalb der normalen Wartungsintervalle kann der Ölfilterwechsel ebenfalls nötig werden, wenn im Öl eine überdurchschnittlich starke Schmutzbelastung zu erwarten ist, beispielsweise durch Arbeiten am Motor. Auch, wenn beispielsweise ein Ausblasen mit Druckluft erfolgt, kann etwa bei dem Austausch von Motordichtungen oder -ventilen nie vollständig ausgeschlossen werden, dass die Ölkanäle durch einzelne Partikel verschmutzt werden.

Im Rahmen einer Motorspülung werden Anhaftungen von Ölkohle durch das Additiv gelöst, sodass für deren Filterung der Ölfilter verantwortlich ist. Der dabei gesättigte Filter ist im Nachhinein zu ersetzen, damit das Fahrzeug anschließend sowohl mit sauberem Motor als auch mit sauberem Ölfilter wieder auf die Straße entlassen werden kann.

Wie ist bei dem Wechsel des Ölfilters vorzugehen?

Grundsätzlich zeigt sich das Wechseln des Ölfilters als überaus einfach. Dennoch ist es empfehlenswert, die Arbeit stets in einer Fachwerkstatt ausführen zu lassen, denn an dem alten Filter haftet selbstverständlich eine große Menge Motoröl, die korrekt entsorgt werden muss.

Findet im Vorfeld ein Ölablass statt, zeigt sich der Filterwechsel besonders zeitsparend und unkompliziert. Der Deckel des Ölfiltergehäuses wird im ersten Schritt geöffnet, sodass der alte Ölfilter entnommen werden kann. Entfernt wird daneben ebenfalls die Dichtung des Deckels, da diese gegen ein neues Exemplar auszutauschen ist. Im Lieferumfang des neuen Ölfilters ist in der Regel auch die entsprechende neue Dichtung enthalten. Im Rahmen der Anbringung der Dichtung ist sicherzustellen, dass sie in der richtigen Nut liegt, statt zum Beispiel auf dem Gewinde.

Danach folgt das Einsetzen des neuen Ölfilters, bevor auf die neue Dichtung etwas Öl gegeben wird. Im Anschluss muss lediglich das Ölfiltergehäuse wieder verschlossen und sein Deckel mit Drehmoment verschraubt werden.

Grundsätzlich können der Ölwechsel und der Wechsel des Ölfilters im Übrigen nicht voneinander getrennt werden. Das Motoröl zeichnet sich durch wesentlich längere Laufzeiten aus, wenn ein zuverlässiger Ölfilter vorhanden ist. Der nötige Ölwechsel ist außerdem keinesfalls nur durch eventuelle Verschmutzungen bedingt – auch aus einer chemischen Perspektive kommt es im Laufe der Zeit zu einer Veränderung des Motoröls, wodurch wiederum seine physikalischen Eigenschaften beeinflusst werden.

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