Vor- und Nachteile von Elektroautos

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Elektroautos haben gegenüber den Fahrzeugen mit einem normalen Verbrennungsmotor einige Vorteile, aber eben auch Nachteile. Wenn man das Wort Elektroauto, oder „Zero-Emission-Fahrzeuge“ hört wird momentan als größtes Plus die enorme Umweltfreundlichkeit mit keinen schädlichen Abgasen gepriesen, weswegen der Elektroantrieb als Alternative zum herkömmlichen Verbrennungsmotor frenetisch gefeiert wird und auf keiner Automesse mehr fehlen darf.

1. Ein großer Vorteil von Elektromotoren ist, dass die Fahrzeuge weniger wartungsintensiv sind als die normalen Verbrennungsmotoren. Auch im Unterhalt sind die Elektroautos wesentlich günstiger, da die Steuern und Versicherungen sowie das „Betanken“ der Batterien deutlich billiger sind. Je nach entsprechendem Stromtarif und Verbrauch zahlt man für eine Wegstrecke von 100 Kilometern lediglich 1,50 Euro. Für die KFZ-Steuer muss man derzeit mit etwa 10 bis 30 Euro im Jahr rechnen und die Versicherung schlägt mit gerade mal 100 Euro jährlich zu Buche.

2. Zu erwähnen ist auch der sehr hohe Wirkungsgrad der Fahrzeuge von etwa 90 Prozent. Während beim reinen Verbrennungsmotor über ein Drittel der Energie durch die entstehende Wärme verloren geht, wird die Energie bei dem Elektromotor fast komplett an die Räder des Fahrzeugs weitergegeben.

3. Daneben sind Elektromotoren auch wesentlich einfacher aufgebaut als die Verbrenner und besitzen mittlerweile eine höhere Lebensdauer. Diverse andere Teile sind zudem weniger Verschleiß ausgesetzt, was niedrige Wartungskosten zur Folge hat. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass ein Elektroauto unter anderem ohne Getriebe, Kupplung, Schalldämpfer sowie Katalysator, Kraftstofftank und Wasserkühlung auskommt.

4. Demgegenüber steht als Nachteil der momentan noch hohe Kaufpreis von Elektroautos, der sich in erster Linie aus den teuren Akkus ergibt. Außerdem haben die derzeitig eingesetzten Akkus lange Ladezeiten von bis zu zehn Stunden. Trotz der langen Ladezeit kommen die bis dato gefertigten Elektroautos gerade mal auf eine Reichweite von rund 300 Kilometern.

5. Genau deshalb eignet sich ein Elektroauto besonders für den Stadtverkehr oder eben für Fahrer, die nur kleine Strecken zurücklegen. Für die Vielfahrer ist momentan gerade wegen der Reichweite und den langen Ladezeiten ein Elektroauto nicht die beste Lösung. Zu vergessen ist nicht die aktuell geringe Stromtankstellen-Infrastruktur, die sich erst im Aufbau befindet.

6. Auch die Lebensdauer der bislang verwendeten Batterien beträgt nur etwa drei bis fünf Jahre, bis sie durch neue Akkus ausgetauscht werden müssen. Wegen des hohen Gewichts der Energiespeicher kann bei einer Großzahl der Modelle auch nur wenig zugeladen werden.

7. Was viele nicht beachten bei einem Elektroauto ist auch der „getankte“ Strom, der ja wiederum auch erst erzeugt werden muss. Dies kommt eigentlich einem Etikettenschwindel gleich, da je nach Stromanbieter bei dem Mix der heutige Energieerzeugung die Umwelt gleich oder sogar noch mehr belastet wird als durch die Verwendung von Benzin.

Wie man sieht sind die Vor-, und Nachteile eines Elektroautos recht ausgewogen, weshalb sich ein Kauf durchaus lohnen kann. Vor allem wenn man viel in der Stadt unterwegs ist und Kurzstrecken zurücklegt ist der alternative Antrieb durchaus zu empfehlen.

2 Kommentare
  • AMG

    zu Punkt 7:

    Bei Verbrennungsautos wird auch die Erzeugung, der Transport und die Lagerung der Kraftstoffe nicht in die Energie- und Umweltbilanz reingerechnet. Ganz zu schweigen von Risiken für die Umwelt (Öltanker, Bohrinseln, Raffinerien). Auch hat bis jetzt niemand den Energieaufwand bei der Produktion der Fahrzeuge verglichen (auch da gewinnt das E-Auto).

    Seltsam finde ich auch, daß sich die Gemüter erst beim Thema E-Auto an der Art der Stromerzeugung erhitzen: Wir verbrauchen doch jetzt auch eine extreme Menge an dreckigem Strom und gehen damit verschwenderisch um.

    Nun zu den Kosten ach so hohen Kosten der Batterien:

    Welche Kosten entstehen an Kraftstoff auf 100000, 150000, 200000 km? Bei einem Verbrauch von durchschnittlich 8 Litern macht das bei derzeit 1,45 € pro Liter: 11600, 17400, 23200 €. Hinzu kommen noch Verschleißteile, Ölwechsel, Inspektionskosten usw. Da kommen also locker noch 10-15 % an Kosten oben drauf.

    Wenn Batterien in großer Stückzahl hergestellt werden und die Entwicklung so weitergeht, kann man sich problemlos alle 100000 km neue Batterien leisten und dabei gleich ein ‘Upgrade’ machen (größere Reichweite, mehr Leistung).

    Frage:
    Warum gibt es bis jetzt praktisch keine Elektroautos?

    Antwort:
    Die Hersteller/Ölkonzerne und die Staaten (Steuern) würden verdammt viel Geld verlieren.

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