Mitsubishi i MiEV Elektroauto

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Allen Ängsten vorweg: Nein, das Auto stinkt nicht. MiEV ist lediglich die Abkürzung für „Mitsubishi innovative Electric Vehicle“, unter der der japanische Automobilhersteller sein erstes Elektroauto vermarkten möchte. Bereits im Juli 2009 hat dieser den Weg auf den japanischen Markt gefunden und sorgt laut Angaben des Herstellers für reißenden Absatz.

MiEV – das kleine Elektroauto für die Stadt

Der „kleine“ Elektro-Flitzer ist schon vom Design her ein typisches Stadtauto, dass in den Medien gerne als „kurzes Ei“ bezeichnet wird. Mit seinen 3,40 Metern Länge, 1,52 Metern Breite und einem Wendekreis von unter 9 Metern steuert man ihn problemlos in die kleinste Parklücke. Trotz der kleinen Abmessungen kann man 4 Personen komfortabel herumchauffieren.

Im Inneren bietet er wenig Aufregendes. Hartplastik so weit das Auge reicht. Auch bei den Sesseln scheint Mitsubishi den Sparstift angesetzt zu haben. Der Schalttafeleinsatz, der Informationen wie Geschwindigkeit, Akku und Kilometerstand anzeigt, überzeigt ebenso wenig durch Innovation. Kurzum, dass Interieur ist schlicht gehalten.

Die Technik erweist sich dafür als umso ausgereifter. Um aus den Stand auf 50 km/h zu beschleunigen, braucht der 47 kW (64 PS) starke Elektroflitzer 5,1 Sekunden. Will man Tempo 100 km/h erreichen, muss man sich 16,2 Sekunden gedulden. Mit einer angegebenen Reichweite von 144 Kilometer und einer Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h braucht der heckbetriebene Japaner keinen Vergleich mit der Konkurrenz zu scheuen. Die Ladedauer an einer herkömmlichen Steckdose beträgt 7 Stunden – ist zwar nicht die Beste seiner Klasse, aber allemal alltagstauglich. Es ist zwar möglich über einen dreiphasigen Drehstromanschluss 80 Prozent der Batteriekapazität innerhalb von 30 Minuten zu laden, doch weltweit gibt es erst 20 solcher Schnelllade-Stationen.

Ein „Schmankerl“ ist die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Fahrmodi zu wählen. Im Eco-Modus leistet der Elektromotor nur noch 18 kW (25 PS), das führt zu einer Erweiterung der Reichweite. Legt man „B“ ein, so wird beim Bergabfahren die dabei entstehende Energie voll zurückgewonnen und das Auto wird gleichzeitig verzögert.

Der Mitsubishi i MiEV ist als Unterflurfahrzeug konzipiert worden. Das bedeutet, dass Motor, Antrieb und Nebenaggregate unter den Passagieren platziert sind. Diese Bauweise ist ideal für den Elektroantrieb und hat den zusätzlichen Vorteil des erhöhten Platzes im Innenraum.

Aufpassen gilt es bei der Sitzheizung und sonstigen elektrischen Verbrauchern, da sie sich bei langen Fahrten als „Akkufresser“ bemerkbar machen können.

Spannend wird es beim Preis. Da allein der Akku Materialkosten von 20.000,- verursacht, ist der Gesamtpreis des Elektroflitzers in der oberen Preisklasse angesiedelt. Um den Mitsubishi i MiEV der ersten Generation zu erwerben, wird man 34.000,- hinblättern müssen. In Planung ist aber bereits – sofern sich eine Massenproduktion als rentabel erweist – dass der Preis auf 15.000,- € gesenkt wird. Um diesen Preis zu ermöglichen, könnte eine neue Idee aufgegriffen werden, bei der der teure Akku vom Elektroautobesitzer lediglich geleast wird. Die Markteinführung des i MiEV ist für Europa Ende 2010 vorgesehen.

Alles in Allem ist das Elektroauto i MiEV gut durchdacht und bietet eine hohe Reichweite, sowie ein ausreichendes Platzangebot. Also ein perfektes Stadtauto. Einziger Makel ist das Interieur – „mehr Emotion und weniger Plastik“, sollte die zukünftige Devise lauten.

Technische Daten des Mitsubishi iMiEV

Abmessungen des Mitsubishi iMiEV

Abmessung
Länge 3,395 Meter
Breite 1,475 Meter
Radstand 2,736 Meter

Fahrleistung des Mitsubishi iMiEV

Fahrleistung
Reichweite 144 Kilometer
Höchstgeschwindigkeit 130 km/h
Motorleistung 47 kW (64 PS)
maximales Drehmoment 180 Nm
0-100 km/h 7.0 Sekunden

Ladezeit des Mitsubishi iMiEV

Ladezeit
Steckdose 5-7 Stunden
Schnellladung (0 – 80 %) 30 Minuten
Schnellladung (0 – 100 %) 2 Stunden

Verkaufstart und Preis des Mitsubishi iMiEV

Ende 2010
Preis:

  • ca. € 34.000 € (inkl. Akku)
  • ca. € 15.000,- (Akku geleast)

Foto: © Mitsubishi

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