Wenn der Lkw steht: Warum Wartezeiten zum Betriebsproblem werden können

Redaktion

8. September 2026

Wenn ein LKW sich verspätet, kann dadurch vieles durcheinandergeraten. Das Fahrzeug kann nicht anderweitig eingesetzt werden. War das ursprünglich geplant, verschieben sich auch weitere Termine. Treten Verzögerungen regelmäßig auf, kann das neben Stress auch mit erheblichen Zusatzkosten einhergehen.

Ein Lkw im Ladebereich einer Lagerhalle: Längere Standzeiten binden Fahrer, Fahrzeug und betriebliche Kapazitäten. Foto: hitesh Sarain / Pexels

Warum kostet die Wartezeit Geld?

Auch wenn ein LKW keinen einzigen Meter fährt, verursacht er weiterhin Kosten: Der Lohn für den Fahrer und für andere Mitarbeiter muss trotz Stillstand gezahlt werden und auch die Fixkosten laufen weiter, obwohl das stillstehende Fahrzeug keine Einnahmen generieren kann. Betriebe profitieren daher von professionellen Verwaltungslösungen für den Fuhrpark wie Radius, mit denen sich alle relevanten Daten der Fahrzeuge unkompliziert überblicken lassen. So kann sinnvoll analysiert werden, wenn eine bestimmte Route oder ein bestimmtes Fahrzeug regelmäßig Wartezeiten verursachen, und es ist möglich, an einer passenden Lösung zu arbeiten.

Die Laderampe als wichtige Schnittstelle

An der Rampe können viele Probleme auftreten. Hier müssen Tourenplan, Lager, Personal und Papiere sinnvoll aufeinander abgestimmt sein. Bereits wenn ein Dokument fehlt, eine Ladezone belegt ist oder die Ware noch nicht bereitgestellt wurde, gerät der komplette Ablauf ins Stocken, was meistens nicht vom Fahrer selbst behoben werden kann. Selbst wenn er pünktlich vor Ort war und den Verzug ordnungsgemäß gemeldet hat, hat er auf die Wartezeit nur sehr bedingt einen Einfluss und kann an der nächsten Station durch die Verzögerung oft erneut Probleme bekommen.

Die genauen Gründe für eine Verzögerung müssen erfasst werden

Wenn nur die Zeit zwischen dem Arbeitsbeginn und der Ankunft am Zielort erfasst wird, wird nicht deutlich, wo genau das Problem sitzt, das eine Verzögerung verursacht. Es ist daher wichtig, auch die folgenden Aspekte zu erfassen:

  • Anmeldung am Tor
  • Beginn und Ende des Ladevorgangs
  • Abfahrt
  • Geplante und ungeplante Zwischenstopps
  • Ankunftszeit

Insbesondere wenn es um die sogenannte „Zustellung auf der letzten Meile“ geht, sind bereits kurze Wartezeiten kritisch und können den kompletten Plan verschieben. Daher ist hier besonders wichtig, festzustellen, ob es sich bei einer Verspätung um einen Einzelfall oder um ein wiederholt aus demselben Grund auftretendes Problem handelt. Ist dies der Fall, gilt es, den Grund zu beseitigen.

Das Warten ist nicht die Pause des Fahrers

Bei der Standzeit des Fahrzeugs muss unterschieden werden, ob es sich dabei um die Ruhezeit des Fahrers oder um Wartezeit handelt. Das Warten beim Be- und Entladen muss insbesondere dann als Arbeitszeit gelten, wenn die Dauer nicht vorab bekannt ist und der Fahrer nicht frei über diese Zeit verfügen kann. Auch aus diesem Grund ist ungeplantes Warten in der Regel immer auch ein Kostenfaktor.

Die Wartezeiten gezielt senken

Indem die Daten der Fahrzeuge nicht einzeln von den Fahrern gesammelt und eingereicht werden müssen, lässt sich viel Zeit sparen. So ist außerdem eine bessere Analyse von Verzögerungen möglich. Zeigt sich beispielsweise, dass es an einer bestimmten Station immer wieder zu vermeidbaren Verzögerungen kommt, müssen die Abläufe an dieser Station optimiert werden beziehungsweise es muss Rücksprache mit den Verantwortlichen gehalten werden.

Indem Papiere digital vorbereitet und bereitgestellt werden, stehen die benötigten Dokumente verlässlich zur Verfügung. Auch Routen, auf denen es regelmäßig zu Staus oder anderen Problemen kommt, lassen sich mit einer zentralen Erfassung der Fahrzeuginformationen besser optimieren.