Identitätsdiebstahl und Cyberkriminalität: So schützen Sie sich

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Die Cyberkriminalität hat in den letzten Jahren weiter zugenommen. Der technische Fortschritt im Bereich der künstlichen Intelligenz machen sich auch Internet-Kriminelle zunutze. Für Datendiebstahl, Erpressung und andere Cyber-Angriffe stehen ihnen raffinierte Werkzeuge zur Verfügung. Daher ist größte Vorsicht im Umgang mit den eigenen Daten gefordert. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie sich gegen Cyberkriminalität schützen.

Was ist Cyberkriminalität?

Cyberkriminalität umfasst alle gesetzeswidrigen Verbrechen, die entweder vollständig oder auch nur teilweise im Cyberspace durchgeführt werden. Der kybernetische Raum oder Kyberraum, wie Cyberspace in der deutschen Sprache auch genannt wird, umfasst alle durch Computer erzeugten Bedienungs-, Arbeits- und Kommunikationsumgebungen sowie andere erlebnisorientierte Umgebungen.

Täter und Opfer

Die Täter handeln entweder einzeln oder in Gruppen organisiert. Datenraub und Identitätsdiebstahl sind nur ein Teil solcher Machenschaften. Zu den Opfern zählen prominente Leute, die sich wegen ihrer Bekanntheit besonders gut als Zielscheiben eignen. Doch gewöhnliche Privatpersonen sind vor solchen Angriffen auch nicht gefeit. Im Gegenteil. Cyberkriminalität verursacht neben dem materiellen Schaden oft auch große psychische Leiden.

Motive und Bekämpfung

Mit cyberkriminellen Aktivitäten werden häufig finanzielle Ziele verfolgt. Bereicherung durch Datenraub und Erpressung etwa. Oft stecken auch rein zerstörerische Absichten dahinter. Längst nicht alle diese Arten von Verbrechen gelangen zur Anzeige. Die Bekämpfung der Cyberkriminalität ist sehr anspruchsvoll. Die zuständigen Behörden sehen sich diesen illegalen Vorgängen oft machtlos gegenüber.

Die verschiedenen Arten von Cyberkriminalität

Zu den bekanntesten Methoden krimineller Internet-Angriffe gehören E-Mail- und Internetbetrügereien. Viren, Trojaner und Malware ebenso wie Phishing-Attacken sind sehr verbreitet.

Viren dienen Hackern dazu, Schäden an Softwareprodukten und digitalen Datenbeständen zu verursachen. Für ähnliche Zwecke kommen Trojaner zum Einsatz. Sie können selbst zum Totalschaden ganzer Hardware-Einheiten führen.

Auch Erpressung gehört dazu. Hierbei wird von Betroffenen Lösegeld verlangt, damit sie wieder Zugang zu ihren Daten erhalten, die zuvor durch Trojaner- oder Malware-Programme unbemerkt verschlüsselt wurden.

Mit Data-Phishing werden illegal persönliche, insbesondere finanzrelevante Angaben abgefischt. Gleichzeitig kann Identitätsdiebstahl im Spiel sein. Data-Phishing geschieht zum einen zu Hause oder im Büro via Phishing-Mails, -Links und -Webseiten. Zum anderen werden sensible Daten in öffentlichen Räumen via ungeschützte WLAN-Verbindungen oder Hotspots abgegriffen.

Weitere Formen cyber-basierter illegaler Aktivitäten sind die Verbreitung von Kinderpornografie, Identitätsraub, Social Engeneering, Kryptojacking, Cybermobbing, Urheberrechtsverstöße, verbotene Glücksspiele sowie DoS-Angriffe und andere umfangreiche Netzwerkattacken, letztere nicht selten verbunden mit vorheriger Cyberextorsion.

So schützen Sie sich vor Cyberkriminalität

Installieren Sie auf Ihren Geräten eine Firewall, Antivirensoftware und allenfalls weitere Schutzprogramme. Es gibt auch kostenlose Angebote wie die von Avira. Halten Sie diese mit Updates stets aktuell, um Sicherheitslücken zu vermeiden. Denn täglich kommen neue Computer-Viren in Umlauf.

Öffnen Sie keine verdächtigen E-Mails mit dubiosen Links oder Anhängen. Schützen Sie Ihre verschiedenen Konten mit komplexen, separaten Passwörtern von mindestens zwölf Zeichen. Wechseln Sie die Passwörter regelmäßig.

Geben Sie persönliche Daten nie leichtfertig an Dritte weiter. Überlegen Sie sich, welche persönlichen Angaben Sie im Internet, auf Ihrer Webseite oder auf sozialen Medienplattformen veröffentlichen. Denn es besteht die Gefahr des Identitätsdiebstahls. Je weniger von Ihnen öffentlich bekannt ist, umso besser.

Vermeiden Sie besser Hotspots oder öffentliche W-LAN-Netzwerke.

Dank künstlicher Intelligenz sind auch Stimmen leicht imitierbar. Achten Sie auf Ihre Instinkte, wenn etwas verdächtig ist. Das gilt in dem Zusammenhang für Telefonanrufe vermeintlicher Bankmitarbeiter, Behördenvertreter oder gar Verwandter. Rufen sie in so einem Fall zurück. Am besten über eine andere Telefonverbindung. So lässt sich die Echtheit eines Anrufers herausfinden.

Eigenverantwortung und Wachsamkeit

Jeder Mensch, der digitale Netzwerke und Geräte nutzt, muss für seinen eigenen Schutz sorgen. Eine Grundkenntnis darüber, wie Cyberkriminelle an Daten gelangen oder sonstigen Schaden anzurichten können, ist heutzutage unerlässlich. Der Datenschutz gehört zur Aufgabe jedes Einzelnen. Diszipliniert angewendete Vorsichtsmaßnahmen in Verbindung mit guten Schutzprogrammen helfen, kriminellen Elementen im Internet einen Riegel zu schieben.

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