Die Stadt Wien hat am 11. Januar 2026 eine beeindruckende Bilanz ihrer Radwegoffensive 2025 präsentiert. Mit über 20 Kilometern neuer Radinfrastruktur allein im Hauptradwegenetz und mehr als 7 Kilometern in den Bezirksnetzen hat Wien einen großen Schritt in Richtung eines durchgängigen, sicheren und attraktiven Radwegenetzes gemacht. Insgesamt wurden 57 Millionen Euro in den Ausbau der Radwege investiert, was die Bedeutung des Projekts für die Stadt und ihre Bürger unterstreicht.
Radwegausbau: Historische Entwicklung und aktuelle Maßnahmen
Die Radwegoffensive in Wien begann im Jahr 2021 und hat seither kontinuierlich an Fahrt aufgenommen. Der Schwerpunkt liegt auf der Errichtung qualitativ hochwertiger, baulich getrennter Radwege. Im Jahr 2025 waren knapp 70 Prozent der neuen Radverkehrsinfrastruktur baulich getrennt, während 25 Prozent als Fahrradstraßen oder fahrradfreundliche Straßen ausgewiesen wurden. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, ein Radwegenetz zu schaffen, das für alle attraktiv ist, von Kindern auf dem Weg zur Schule bis zu Senioren beim Einkauf. Die Stadt Wien hat erkannt, dass eine gut ausgebaute Radinfrastruktur nicht nur die Mobilität verbessert, sondern auch einen positiven Beitrag zur Umwelt und zur Lebensqualität der Bürger leistet.
Vergleich mit anderen Regionen
Ein Blick über die Grenzen Wiens hinaus zeigt, dass auch andere Städte in Österreich, Deutschland und der Schweiz verstärkt in die Radverkehrsinfrastruktur investieren. In Graz beispielsweise wird ebenfalls stark in den Ausbau von Radwegen investiert, um den Radverkehrsanteil zu erhöhen. In Deutschland hat Berlin ähnliche Initiativen gestartet, um die Stadt fahrradfreundlicher zu gestalten. Die Schweiz, bekannt für ihre hohe Lebensqualität, hat in Städten wie Zürich umfassende Radwegeprojekte umgesetzt, die als Vorbild für viele europäische Städte dienen.
Konkrete Auswirkungen auf die Bürger
Die Radwegoffensive in Wien hat bereits spürbare Auswirkungen auf den Alltag der Wienerinnen und Wiener. Mit der Fertigstellung der Radachse West, die von der Meisel- über die Hütteldorfer Straße bis nach Penzing führt, wurde eine wichtige Verbindung geschaffen, die den Radverkehr sicherer und angenehmer macht. Die Begrünung entlang dieser Achse sorgt zudem für ein angenehmeres Stadtklima. Ein weiteres Beispiel ist die Umgestaltung der Alserbachstraße, wo nun breite, von Bäumen gesäumte Radwege eine sichere Verbindung vom Donaukanal bis zum Gürtel bieten.
Zahlen und Fakten
Die Zahlen sprechen für sich: Im Jahr 2025 wurden 53 Radwegprojekte umgesetzt, die über 20 Kilometer neue Radwege umfassen. Die Stadt Wien hat dafür 57 Millionen Euro investiert. Diese Investitionen sind Teil eines langfristigen Plans, der darauf abzielt, den Radverkehrsanteil in Wien erheblich zu steigern. Die Stadt setzt auf eine Kombination aus Infrastrukturmaßnahmen und begleitenden Angeboten, wie kostenfreien Radkursen und Rad-Checks, um das Radfahren noch attraktiver zu machen.
Zukunftsperspektive
Auch für das Jahr 2026 hat sich die Stadt Wien ehrgeizige Ziele gesetzt. Der Ausbau der Radinfrastruktur soll weiter vorangetrieben werden, um Lücken im Netz zu schließen und neue Verbindungen zu schaffen. Die Planungsstadträtin Ulli Sima betont, dass die Stadt im Rahmen der budgetären Möglichkeiten weiterhin intensiv mit den Bezirken zusammenarbeiten wird, um ein engmaschigeres Radwegenetz zu realisieren. Die Radwegoffensive ist ein zentraler Bestandteil der städtischen Mobilitätsstrategie, die darauf abzielt, Wien zu einer noch lebenswerteren Stadt zu machen.
Zusammenfassung und Ausblick
Die Wiener Radwegoffensive 2025 zeigt, wie durchdachte Investitionen in die Radverkehrsinfrastruktur die Lebensqualität in einer Stadt verbessern können. Mit einem klaren Fokus auf Sicherheit, Begrünung und Nachhaltigkeit setzt Wien Maßstäbe für andere Städte in Europa. Die Bürger profitieren von einem sichereren und angenehmeren Radverkehr, während die Stadt insgesamt lebenswerter wird. Die kommenden Jahre versprechen weitere Verbesserungen, die Wien zu einer der fahrradfreundlichsten Städte Europas machen könnten. Bleiben Sie informiert über die Entwicklungen und nutzen Sie die neuen Möglichkeiten, um Wien mit dem Fahrrad zu entdecken.
Weiterführende Informationen finden Sie auf der Webseite der Fahrrad Wien. Schauen Sie sich auch das Video zur Bilanz der Radweg-Offensive 2025 an.