Schock-Rückruf: Gefährliches Toxin in Babynahrung – Eltern in Alarmbereitschaft!

Redaktion

5. Januar 2026

Rückruf in der Geschichte von Nestlé: Was steckt dahinter?

Am 5. Januar 2026 hat Nestlé den größten Rückruf seiner Unternehmensgeschichte bekannt gegeben. Über 800 Produkte aus mehr als zehn Produktionsstätten sind betroffen. Der Grund: In einigen Chargen der beliebten Säuglingsnahrung BEBA wurden geringe Mengen des gefährlichen Toxins Cereulid entdeckt. Diese Entdeckung hat nicht nur in Österreich, sondern weltweit für Aufsehen gesorgt. Doch was steckt eigentlich hinter diesem Rückruf und was bedeutet das für die Verbraucher?

Was ist Cereulid und warum ist es gefährlich?

Cereulid ist ein Toxin, das vom Bakterium Bacillus cereus produziert wird. Dieses Bakterium ist weit verbreitet und kann in verschiedenen Lebensmitteln vorkommen. Doch während das Bakterium selbst im Herstellungsprozess von Nahrung meist abgetötet wird, kann das hitzestabile Toxin Cereulid bestehen bleiben. Bei Verzehr kann es zu Symptomen wie Übelkeit und Erbrechen führen. In sehr seltenen Fällen und bei hohen Konzentrationen kann es zu schwereren Krankheitsverläufen kommen. In Österreich wurden jedoch keine ernsthaften Krankheitsfälle gemeldet.

Wie kam es zu der Kontamination?

Im Dezember 2025 wurde bei einer routinemäßigen Sicherheitsüberprüfung ein technischer Defekt in einem Zulieferbetrieb von Nestlé festgestellt. Dieser Defekt führte zu einer Verunreinigung mit Bacillus cereus. Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) entdeckte bei Probenziehungen in zwei Produktchargen das Toxin Cereulid. Die betroffenen Produkte wurden umgehend aus dem Handel genommen. Laut AGES sind die nachgewiesenen Konzentrationen so gering, dass eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen werden kann.

Was bedeutet das für die Verbraucher?

Für viele Eltern ist die Nachricht über den Rückruf beunruhigend. Doch das Gesundheitsministerium beruhigt: In Österreich sind keine Krankheitsfälle bekannt, die mit dem Konsum der betroffenen Produkte in Verbindung stehen. Eltern, deren Kinder Symptome wie Erbrechen oder Durchfall zeigen, sollten jedoch wie üblich ärztlichen Rat einholen. Die betroffenen Produkte können problemlos zurückgegeben werden, auch ohne Kassenbon. Der Kaufpreis wird vollständig erstattet.

Der Ablauf des Rückrufs

Nestlé hat in Abstimmung mit internationalen und österreichischen Behörden bereits über die Weihnachtsfeiertage einen stillen Rückruf durchgeführt. Mit dem 5. Januar 2026 folgt nun ein öffentlicher Rückruf als zweiter Schritt eines üblichen, abgestuften Verfahrens. Betroffene Produkte sind unter anderem BEBA expert HA PRE und BEBA supreme PRE, die bereits am 24. Dezember 2025 aus den Regalen von REWE (BILLA, BIPA, Sutterlüty u. a.) entfernt wurden.

  • BEBA expert HA PRE (Mindesthaltbarkeitsdatum: 12/2026)
  • BEBA supreme PRE (Mindesthaltbarkeitsdatum: 05/2027, EAN: 7 61287 226631)

Verbraucher sollten diese Produkte nicht mehr verwenden, sondern zurückbringen. Bei gesundheitlichen Beschwerden wird empfohlen, ärztlichen Rat einzuholen.

Vergleich mit ähnlichen Vorfällen

Rückrufaktionen in der Lebensmittelindustrie sind nicht ungewöhnlich, aber die Dimension dieses Rückrufs ist bemerkenswert. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich 2018, als der französische Molkereikonzern Lactalis weltweit Babynahrung aufgrund einer Salmonellenkontamination zurückrufen musste. Auch damals waren Eltern in Alarmbereitschaft, doch durch schnelles Handeln der Behörden konnten ernsthafte gesundheitliche Auswirkungen vermieden werden.

Expertenmeinungen und Zukunftsausblick

Dr. Maria Schuster, Expertin für Lebensmittelsicherheit, erklärt: „Rückrufe wie dieser sind notwendig, um die Sicherheit der Verbraucher zu gewährleisten. Die schnelle Reaktion von Nestlé und den Behörden zeigt, dass die Überwachungsmechanismen funktionieren.“ In Zukunft ist mit noch strengeren Kontrollen und Sicherheitsüberprüfungen zu rechnen, um ähnliche Vorfälle zu verhindern.

Auch der Wirtschaftsexperte Dr. Franz Müller sieht den Rückruf als Herausforderung für Nestlé: „Ein solcher Vorfall kann das Vertrauen der Verbraucher erschüttern. Es wird entscheidend sein, wie das Unternehmen kommuniziert und welche Maßnahmen es zur Verbesserung der Produktionsprozesse einführt.“

Was sollten Eltern jetzt tun?

Eltern, die die betroffenen Produkte zu Hause haben, sollten diese umgehend zurückgeben. Das Nestlé-Verbraucherservice-Team steht für Fragen zur Verfügung und kann unter der Telefonnummer 0800 23 44 944 oder per E-Mail an konsumenten.service@at.nestle.com kontaktiert werden. Weitere Informationen sind auf der Website der AGES (www.ages.at) verfügbar.

Der Rückruf hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, auf die Sicherheit von Lebensmitteln zu achten. Eltern sollten sich jedoch nicht verunsichern lassen, da keine akute Gefahr besteht und die Behörden die Situation im Griff haben. Bleiben Sie informiert und handeln Sie besonnen!