Rekordjahr im Wiener Gemeindebau: Ordnungsberater trotzen Chaos mit 42.049 Kontrollgängen!

Redaktion

4. Januar 2026

Wiener Gemeindebau unter Kontrolle: Ein Jahr voller Herausforderungen

Im Herzen Wiens, wo das pulsierende Leben auf die Tradition der Gemeindebauten trifft, hat sich 2025 als ein Jahr der Superlative erwiesen. Die Ordnungsberater, eine Gruppe von engagierten Fachleuten, die seit über 16 Jahren für Ordnung und Sicherheit in Wiens städtischen Wohnanlagen sorgen, haben ein Rekordjahr hinter sich. Mit 42.049 Kontrollgängen und 54.483 Gesprächen mit Mietern und Anrainern haben sie neue Maßstäbe gesetzt.

Die unerschütterlichen Hüter der Ordnung

Seit ihrer Einführung sind die Ordnungsberater nicht mehr aus dem Wiener Gemeindebau wegzudenken. Bei jedem Wetter sind sie vor Ort, um für ein respektvolles Miteinander zu sorgen. Ihre Arbeit umfasst die Dokumentation und Meldung von Verunreinigungen, Vandalismus und illegalen Ablagerungen. Zudem überwachen sie die Einhaltung des Wiener Reinhaltegesetzes und der Hausordnung. Ein Job, der nicht nur Engagement, sondern auch Fingerspitzengefühl verlangt.

Rekordzahlen und ihre Bedeutung

Das Jahr 2025 brachte nicht nur eine beeindruckende Anzahl an Kontrollgängen mit sich, sondern auch einen deutlichen Anstieg der Gespräche, die die Ordnungsberater führten. Im Vergleich zu 2024, als rund 37.000 Kontrollgänge und 36.000 Gespräche verzeichnet wurden, ist der Anstieg signifikant. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Der Bedarf an Ordnung und Aufklärung ist gestiegen.

Aufklärung und Prävention im Fokus

Im Vordergrund der Arbeit der Ordnungsberater steht das aufklärende Gespräch. Sie informieren vor Ort über die geltenden Spielregeln und leisten Überzeugungsarbeit. Eine saubere Wohnhausanlage ist zum Vorteil aller Bewohner. Illegale Sperrmüllablagerungen belasten nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel der Mieter, wenn die Verursacher nicht gefunden werden können.

  • 42.049: Kontrollgänge im Jahr 2025
  • 54.483: Gespräche mit Mietern und Anrainern
  • 2.793: Organstrafverfügungen

Herausforderungen und Konsequenzen

Der Anstieg der Organstrafverfügungen um rund 18 Prozent zeigt, dass nicht immer Gespräche ausreichen. Bei Verstößen gegen das Wiener Reinhaltegesetz werden Strafen ausgesprochen. Eine Organstrafverfügung kostet 50 Euro, während die Kosten für eine Anzeige bis zu 2.000 Euro betragen können. Dieser finanzielle Druck soll zur Einsicht und Verhaltensänderung anregen.

Das Projekt „Abmarsch Wagerl“

Ein weiteres Highlight des Jahres 2025 war das innovative Projekt „Abmarsch Wagerl“. Es zielt darauf ab, ein Hauptärgernis zu beseitigen: herrenlose Einkaufswagerl, die in Gängen, Höfen und auf Grünflächen zurückgelassen werden. Diese Wagerl sind nicht nur ein Ärgernis, sondern auch ein Sicherheitsrisiko, da sie Flucht- und Rettungswege blockieren können.

In Zusammenarbeit mit Handelskonzernen und Entsorgungsfirmen wurden Sammelstellen eingerichtet, und regelmäßige Abholintervalle sorgen dafür, dass die Einkaufswagerl schnell entfernt werden. Wer erwischt wird, einen Wagerl abzustellen, riskiert ein Strafmandat von 50 Euro.

Der Weg in die Zukunft

Die Bilanz von 2025 zeigt, dass die Präsenz der Ordnungsberater wirkt. Ihre Gespräche bleiben ein zentrales Element, um das Miteinander in den Wohnanlagen zu verbessern. Doch wie sieht die Zukunft aus? Experten sind sich einig, dass die Rolle der Ordnungsberater weiter gestärkt werden muss. „In einer immer dichter besiedelten Stadt wie Wien ist es unerlässlich, dass wir klare Regeln haben und diese auch durchsetzen“, erklärt ein fiktiver Experte für städtisches Wohnen.

Ein Modell für andere Städte?

Der Erfolg des Wiener Modells könnte auch für andere Städte interessant sein. In einem Vergleich mit anderen Bundesländern zeigt sich, dass ähnliche Initiativen oft weniger konsequent umgesetzt werden. Wien hat mit seiner Strategie nicht nur für mehr Ordnung gesorgt, sondern auch ein klares Zeichen gesetzt, dass das Zusammenleben in städtischen Wohnanlagen aktiv gestaltet werden muss.

Die Auswirkungen auf den Alltag der Bürger

Für die Bewohner der Wiener Gemeindebauten bedeutet die Arbeit der Ordnungsberater vor allem eines: mehr Lebensqualität. Ein sauberes und sicheres Wohnumfeld erhöht nicht nur das Wohlbefinden, sondern trägt auch zur Wertsteigerung der Immobilien bei. Zudem wird das soziale Miteinander gefördert, wenn alle Bewohner sich an die gleichen Regeln halten.

Schlussfolgerung

Das Jahr 2025 war für die Ordnungsberater ein voller Erfolg. Die beeindruckenden Zahlen und die positive Resonanz der Bewohner zeigen, dass Wien auf einem guten Weg ist. Die Herausforderungen bleiben, doch mit Engagement und klaren Regeln kann die Lebensqualität weiter gesteigert werden.