ORF-Skandal: Luxusgehälter und Zwangsgebühren – FPÖ fordert radikale Reform!

Redaktion

3. Januar 2026

ORF im Kreuzfeuer: Kritik an Luxusgehältern und Zwangsgebühren

Am 3. Januar 2026 erhob die FPÖ schwere Vorwürfe gegen den Österreichischen Rundfunk (ORF). Der Freiheitliche Generalsekretär und Mediensprecher Christian Hafenecker forderte eine umfassende Reform des öffentlich-rechtlichen Senders. Im Fokus der Kritik stehen die exorbitanten Gehälter der Führungsebene und die verpflichtende Haushaltsabgabe, die viele Bürger als ungerecht empfinden.

Luxusgehälter am Küniglberg

Der ORF steht schon länger in der Kritik, aber die jüngsten Enthüllungen über die Gehälter der Direktoren und des Generaldirektors haben das Fass zum Überlaufen gebracht. Laut Rechnungshofbericht betrug das Jahresdurchschnittsgehalt im ORF 2024 satte 99.200 Euro brutto. Besonders pikant: Der Generaldirektor Roland Weißmann kassierte unglaubliche 427.000 Euro jährlich. Zum Vergleich: Das Durchschnittsgehalt in Österreich liegt bei etwa 40.000 Euro brutto pro Jahr.

Hafenecker bezeichnete diese Summen als „Luxusgagensumpf“ und forderte ein Ende dieser „Privilegienwirtschaft“. Er argumentierte, dass diese Gehälter nicht die von Technikern oder Kameraleuten seien, sondern die der Chefetage, die sich auf Kosten der Allgemeinheit bereichere.

Die umstrittene Haushaltsabgabe

Ein weiterer Kritikpunkt ist die sogenannte Haushaltsabgabe, eine Art Zwangsgebühr, die jeder Haushalt in Österreich für den ORF entrichten muss. Diese Gebühr soll den Betrieb des Senders sichern, doch viele Bürger fühlen sich dadurch ungerecht behandelt. Laut Hafenecker ist die Abschaffung dieser Abgabe längst überfällig, da sie die finanziellen Belastungen der Bürger in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten weiter erhöht.

Historische Hintergründe der ORF-Finanzierung

Die Finanzierung des ORF durch Zwangsgebühren hat eine lange Geschichte. Sie wurde eingeführt, um die Unabhängigkeit des Senders zu gewährleisten und eine breite Berichterstattung sicherzustellen. Doch Kritiker argumentieren, dass diese Unabhängigkeit längst einer politischen Einflussnahme gewichen ist. Bereits in den 1980er Jahren gab es erste Stimmen, die eine Reform forderten, doch die Politik scheute sich vor einer grundlegenden Änderung.

Vergleich mit anderen Bundesländern

Interessanterweise ist Österreich nicht das einzige Land, das mit der Finanzierung seines öffentlichen Rundfunksystems zu kämpfen hat. In Deutschland wird die sogenannte Rundfunkgebühr ebenfalls regelmäßig kritisiert. Dort beträgt die monatliche Abgabe aktuell 18,36 Euro pro Haushalt. Auch hier gibt es Diskussionen über die Höhe der Gehälter in den öffentlich-rechtlichen Anstalten.

Auswirkungen auf die Bürger

Für die österreichischen Bürger bedeutet die Haushaltsabgabe eine zusätzliche finanzielle Belastung. Gerade in Zeiten steigender Energiepreise und Inflation wird das Geld in den Haushalten knapper. Viele Österreicher fragen sich, warum sie für einen Sender bezahlen sollen, dessen Programm sie kaum nutzen. Ein Wiener Bürger, der anonym bleiben möchte, sagte: „Ich schaue kaum ORF, aber ich muss trotzdem zahlen. Das ist nicht fair.“

Expertenmeinungen und politische Zusammenhänge

Der Medienexperte Dr. Stefan Müller von der Universität Wien äußerte sich kritisch zu den Vorwürfen der FPÖ. „Die Finanzierung des ORF ist komplex und nicht allein durch Gehälter zu bewerten. Dennoch ist Transparenz wichtig und die Gehälter sollten überprüft werden“, so Müller. Politisch betrachtet, nutzt die FPÖ die Diskussion, um sich als Anwalt der Bürger zu positionieren und gegen die Regierungsparteien zu punkten, die den ORF als „Systempropagandaanstalt“ hegen und pflegen, wie Hafenecker es formulierte.

Ein Blick in die Zukunft

Wie könnte die Zukunft des ORF aussehen? Eine mögliche Lösung wäre die Umwandlung in einen verschlankten Grundfunk, der sich stärker auf Nachrichten und Bildung fokussiert. Auch die Einführung eines freiwilligen Abomodells wird diskutiert. Dies könnte den Bürgern mehr Entscheidungsfreiheit geben und den ORF zwingen, sich stärker an den Bedürfnissen seiner Zuschauer zu orientieren.

Die Debatte um die ORF-Reform wird sicherlich weitergehen. Ob die FPÖ mit ihren Forderungen durchkommt, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass der öffentliche Druck auf den Sender wächst und eine Reform unausweichlich scheint. Die Bürger Österreichs werden gespannt verfolgen, wie sich die Situation entwickelt.