Equal Pay Day: Frauen arbeiten 60 Tage umsonst – Der Schockbericht!

Redaktion

30. Oktober 2025

Ein alarmierender Equal Pay Day 2025: Frauen arbeiten 60 Tage umsonst!

Am 2. November 2025 markiert der Equal Pay Day einen besorgniserregenden Meilenstein. Frauen müssen in Österreich 60 Tage länger arbeiten als Männer, um dasselbe Jahresgehalt zu erreichen. Diese Zahl ist mehr als nur eine Statistik – sie ist ein Aufschrei nach Gerechtigkeit und Gleichberechtigung.

Was ist der Equal Pay Day?

Der Equal Pay Day veranschaulicht den Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen, auch bekannt als Gender Pay Gap. In Österreich beträgt dieser Unterschied derzeit 16,3 Prozent. Dies bedeutet, dass Frauen im Durchschnitt 16,3 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen.

Historische Wurzeln: Ein Kampf um Gleichheit

Der Kampf um gleiches Entgelt für gleiche Arbeit reicht weit zurück. Bereits in den 1970er Jahren forderten Frauenbewegungen weltweit gleiche Bezahlung. In Österreich war die Einführung des Gleichbehandlungsgesetzes 1979 ein erster Schritt, doch die Lücke bleibt bis heute bestehen.

Helga Konrad, eine Pionierin im Kampf um Gleichberechtigung, sorgte in den 1990er Jahren als Frauenministerin mit ihrer „Halbe-halbe“-Kampagne für Aufsehen. Diese forderte eine gerechte Verteilung von Erwerbs- und Familienarbeit zwischen Männern und Frauen. Trotz solcher Initiativen hat sich die Situation nur langsam verbessert.

Unbezahlte Arbeit: Ein unsichtbares Problem

Ein wesentlicher Faktor für den Gender Pay Gap ist die ungleiche Verteilung unbezahlter Arbeit. Laut der neuesten Zeitverwendungsstudie leisten Frauen in Österreich täglich rund vier Stunden unbezahlte Arbeit, während Männer nicht einmal zweieinhalb Stunden dafür aufwenden. Diese ungerechte Verteilung wirkt sich direkt auf die beruflichen Möglichkeiten und das Einkommen von Frauen aus.

  • Frauen übernehmen den Großteil der Hausarbeit.
  • Die Betreuung von Kindern und Pflege von Angehörigen fällt häufig auf Frauen.
  • Diese Aufgaben schränken die beruflichen Möglichkeiten von Frauen erheblich ein.

Experten fordern gesellschaftliches Umdenken

Elfriede Schober, Bundesvorsitzende der PRO-GE Frauen, betont die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens: „Familienarbeit ist noch immer Frauensache. Ohne eine gerechtere Aufteilung wird sich die Situation der Frauen am Arbeitsmarkt nicht verbessern.“

Unternehmen sind ebenfalls gefordert, eine Kultur zu fördern, in der Männer Väterkarenz ohne Nachteile in Anspruch nehmen können. Zudem sei es entscheidend, den Ausbau der Kinderbetreuung voranzutreiben, um Frauen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern.

Vergleich mit anderen Ländern und Bundesländern

Im internationalen Vergleich schneidet Österreich schlechter ab als viele andere europäische Länder. In Schweden beträgt der Gender Pay Gap beispielsweise nur 12 Prozent. Innerhalb Österreichs gibt es ebenfalls Unterschiede: In Wien ist die Lücke mit 14 Prozent geringer als in ländlichen Regionen, wo sie bis zu 18 Prozent beträgt.

Konkrete Auswirkungen auf den Alltag

Die finanzielle Benachteiligung von Frauen hat weitreichende Folgen. Mit einem geringeren Einkommen haben Frauen weniger finanzielle Unabhängigkeit und sind stärker von Altersarmut bedroht. Viele Frauen müssen aufgrund der unzureichenden Kinderbetreuung ihre Arbeitszeit reduzieren oder ganz aus dem Beruf aussteigen.

Eine alleinerziehende Mutter berichtet: „Ich würde gerne mehr arbeiten, aber die Kinderbetreuung endet um 16 Uhr. Danach bin ich auf mich allein gestellt.“ Solche Stimmen verdeutlichen die Dringlichkeit von Reformen.

Ein Blick in die Zukunft

Wie kann eine gerechtere Zukunft aussehen? Experten sind sich einig, dass es nicht nur um politische Maßnahmen, sondern auch um ein Umdenken in der Gesellschaft geht. Rollenbilder müssen hinterfragt und geändert werden. Bildung spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Zudem könnten finanzielle Anreize für Unternehmen, die eine faire Bezahlung und flexible Arbeitszeiten bieten, einen Anstoß für Veränderungen geben. Ein umfassendes Paket an Maßnahmen, das von der Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft getragen wird, könnte den Wandel beschleunigen.

Fazit: Ein Aufruf zum Handeln

Der Equal Pay Day 2025 ist mehr als nur ein Datum. Er ist ein Weckruf für die Gesellschaft, die Politik und die Wirtschaft, endlich zu handeln. Die Forderungen der PRO-GE Frauen sind klar: Eine gerechtere Aufteilung der unbezahlten Arbeit, eine bessere Kinderbetreuung und ein Umdenken in den Unternehmen sind entscheidend, um die Lücke zu schließen und Frauen die Gleichheit zu ermöglichen, die sie verdienen.

Die Zeit für Veränderungen ist jetzt. Der Ruf nach Gleichheit und Gerechtigkeit kann nicht länger ignoriert werden.