Am 10. Februar 2026 veröffentlichte das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz eine umfassende Analyse der Holzströme in Österreich. Diese Daten zeigen, wie effizient Holz als erneuerbarer Rohstoff genutzt wird und welche zentrale Rolle es für die Energieversorgung spielt. Holz, das jährlich in einem Volumen von rund 40 Millionen Festmetern verarbeitet wird, ist nicht nur ein klimafreundlicher, sondern auch ein wirtschaftlich bedeutender Rohstoff für Österreich.
Die Bedeutung von Energieholz in Österreich
Holz, insbesondere Energieholz, ist ein entscheidender Faktor für die österreichische Energiepolitik. Der Begriff ‚Energieholz‘ bezeichnet Holzsortimente, die hauptsächlich zur Energieerzeugung genutzt werden, wie Rinde, Sägespäne und Waldhackgut. Diese Nebenprodukte der Forstwirtschaft sind essenziell für die Erzeugung von Wärme und Strom in Österreich.
Historische Entwicklung der Holzverarbeitung
Die Holzverarbeitung hat in Österreich eine lange Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert war Holz ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Mit der Industrialisierung nahm die Bedeutung weiter zu, insbesondere durch den Ausbau der Sägeindustrie und der Papierherstellung. Heute werden 19,3 Millionen Festmeter Holz in der Sägeindustrie und 11,3 Millionen Festmeter in der Papier- und Plattenindustrie verarbeitet.
Vergleich mit anderen Ländern
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz hat Österreich eine besonders ausgeprägte Nutzung von Energieholz. Während Deutschland auf Windkraft und Solarenergie setzt, bleibt Holz in Österreich die wichtigste erneuerbare Energiequelle. In der Schweiz hingegen ist die Wasserkraft führend. Diese Unterschiede zeigen sich auch in den nationalen Energiestrategien, die jeweils auf die verfügbaren Ressourcen abgestimmt sind.
Konkrete Auswirkungen auf die Bürger
Die Nutzung von Energieholz hat direkte Auswirkungen auf die österreichische Bevölkerung. Zum einen sorgt sie für eine stabile Energieversorgung, zum anderen schafft sie Arbeitsplätze. In ländlichen Gebieten sind viele Arbeitsplätze in der Forst- und Holzwirtschaft angesiedelt, was zur regionalen Wertschöpfung beiträgt. Ein Beispiel ist die Region Steiermark, wo zahlreiche Sägewerke angesiedelt sind, die nicht nur Holz verarbeiten, sondern auch Nebenprodukte für die Energieerzeugung nutzen.
Zahlen und Fakten zur Holzindustrie
Die österreichische Holzindustrie erwirtschaftet jährlich einen Produktionswert von 10 bis 12 Milliarden Euro. Etwa 70 Prozent der produzierten Waren werden exportiert. Diese Zahlen verdeutlichen die wirtschaftliche Bedeutung der Holzbranche für Österreich. Zudem basiert rund 80 Prozent der österreichischen Bioenergie auf Holzbrennstoffen, was die zentrale Rolle von Holz im Energiemix unterstreicht.
Zukunftsperspektiven der Holznutzung
In den kommenden Jahren wird die Bedeutung von Energieholz weiter zunehmen. Experten prognostizieren, dass der Bedarf an erneuerbaren Energien steigen wird, um die Klimaziele zu erreichen. Holz bietet hier eine nachhaltige Möglichkeit, den Energiebedarf zu decken und gleichzeitig die CO2-Emissionen zu reduzieren. Initiativen wie klimaaktiv unterstützen diese Entwicklung, indem sie Wissen und Ressourcen für den effizienten Einsatz von erneuerbaren Energien bereitstellen.
Zusammenfassend zeigt die Analyse, dass Holz ein unverzichtbarer Bestandteil der österreichischen Energie- und Wirtschaftspolitik ist. Durch nachhaltige Nutzung und innovative Technologien wird es auch in Zukunft eine zentrale Rolle spielen.
Für weiterführende Informationen und detaillierte Grafiken zu den Holzströmen in Österreich besuchen Sie bitte klimaaktiv.at.