Politik

ÖGB-Kemperle: Gesundheitssystem krankt an Unterfinanzierung – nicht an älteren Menschen

Wien (OTS) – „Die demografische Entwicklung stellt uns vor
Herausforderungen. Aber
es ist falsch und unfair, die Schuld für steigende Kosten im
Gesundheitssystem älteren Menschen zuzuschieben“, stellt ÖGB-
Bundespensionist:innenvorsitzende Monika Kemperle jüngste Aussagen
aus den Medien klar.

„Die heute Über-65-Jährigen haben jahrzehntelang gearbeitet,
Beiträge geleistet und dieses Gesundheitssystem mit aufgebaut und tun
es heute noch. Ein aktuelles Beispiel ist der Beitragssatz zur
Krankenversicherung für Pensionisten und Pensionistinnen, der sich
von 5,1 Prozent auf 6 Prozent der Bruttopension erhöht hat. Sie nun
als Kostenfaktor darzustellen, ist unfair und gesellschaftlich
brandgefährlich“, kritisiert Kemperle. Statt die Generationen
gegeneinander auszuspielen, brauche es eine solidarische
Finanzierung.

Vor allem brauche es jetzt politische Lösungen, statt mit dem
Finger auf Pensionisten und Pensionistinnen zu zeigen: Die
Gesundheitsversorgung braucht mehr finanzielle Mittel. Kemperle
abschließend: „Ein Minus in der Sozialversicherung darf nicht auf dem
Rücken der Pensionisten und Pensionistinnen ausgetragen werden.
Gesundheit ist ein Recht für alle Generationen – und muss auch so
abgesichert werden.“