Politik

Immobilien-Compass 2025: Wohnimmobilienmarkt stabilisiert sich im neuen Zinsumfeld

Wien (OTS) – Der österreichische Wohnimmobilienmarkt zeigt 2025 eine
spürbare
Stabilisierung. Nach dem Zinsanstieg von 0 auf rund 4,5 Prozent
zwischen 2022 und 2023 sank die Zahl der Kaufverträge von bis zu
32.000 pro Quartal auf rund 17.000. Mit der schrittweisen Zinssenkung
seit Ende 2023 liegen die Abschlüsse nun wieder bei rund 22.000 bis
23.000 pro Quartal. Das geht aus dem aktuellen Immobilien-Compass
2025 hervor, den die Compass-Gruppe gemeinsam mit DataScience Service
veröffentlicht hat.

Den vollständigen Immobilien-Compass finden Sie hier:
https://wirtschaftscompass.at/de/immo-compass-2025

Zwtl.: Zinsentwicklung als Wendepunkt

Nach den massiven Marktverwerfungen infolge des rasanten
Zinsanstiegs ab 2022 führten insbesondere die schnelle Verteuerung
variabel verzinster Kredite, die sinkende Leistbarkeit sowie eine
ausgeprägte Zurückhaltung auf Käufer- und Verkäuferseite zu
deutlichen Rückgängen bei Transaktionszahlen und Volumen. Die
eingeschränkte Leistbarkeit war dabei zweifach bedingt: Einerseits
erhöhten die gestiegenen Zinsen die monatliche Kreditbelastung
spürbar, andererseits wirkte das weiterhin erhöhte Preisniveau nach,
das aus der Phase sehr niedriger Zinsen resultierte. „Überraschend
war nicht das Zinsniveau an sich, sondern die Geschwindigkeit der
Veränderung, insbesondere bei variabler Verzinsung. Innerhalb kurzer
Zeit verteuerten sich Immobilienkredite massiv. Die Lektion der
letzten Jahre ist, verstärkt auf fix verzinste Kredite zu setzen, da
Banken zugleich mehr Sicherheiten fordern und konservativer bewerten“
, sagt Klaus Pfeiffer, Partner bei Weber & Co. Rechtsanwälte.

Zwtl.: Angebot und Nachfrage nähern sich an

Mit der Senkung der Leitzinsen auf aktuell rund 2,5 Prozent und
durchschnittlichen Kreditzinsen von etwa 3,3 Prozent verbessert sich
die Planbarkeit bei Finanzierungen wieder spürbar. Angebot und
Nachfrage nähern sich wieder an. „Nach den Einbrüchen der vergangenen
Jahre zeichnet sich insgesamt für das Jahr 2025 eine vorsichtige
Erholung des Wohnimmobilienmarktes ab. Sinkende Leit- und
Hypothekarzinsen, das Auslaufen der KIM-Verordnung am 30.06.2025 und
inflationsbedingt steigende Löhne haben die Nachfrage insbesondere
bei gebrauchten Wohnimmobilien belebt “, so Gerald Stocker, allgemein
beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger.

Zwtl.: Regionale Dynamik: Wien und Westen treiben das Volumen

Auch auf regionaler Ebene verdeutlichen die Daten eine klare
Belebung. In Wien stieg das Transaktionsvolumen von rund 7,7 Mrd. EUR
2024 auf etwa 10,8 Mrd. EUR im Jahr 2025, was einem Plus von rund 35
Prozent entspricht. Tirol verzeichnete mit einem Anstieg von rund 3,0
Mrd. EUR auf 4,8 Mrd. EUR das stärkste relative Wachstum von über 60
Prozent. In Vorarlberg erhöhte sich das Volumen von rund 1,7 Mrd. EUR
auf 2,7 Mrd. EUR und legte damit um über 50 Prozent zu. „Sowohl der
Eigennutzer- als auch der Investmentmarkt zieht wieder an. Ein
massiver Rückgang an Neubauwohnungen wird in Wien und
Niederösterreich jedoch zu steigenden Preisen und Engpässen führen“ ,
so Marion Weinberger-Fritz, Geschäftsführerin der Raiffeisen Vorsorge
Wohnung GmbH.

Zwtl.: Wer kauft 2025?

Ein Blick auf die Käuferstruktur belegt, dass Käufer zwischen 30
und 49 Jahren den Großteil des Marktes tragen. Beim Einfamilienhaus
stellen die 30- bis 39-Jährigen mit 32,9 Prozent die größte Gruppe,
gefolgt von den 40- bis 49-Jährigen mit 21,8 Prozent. Auch bei
Wohnungen dominieren die 30- bis 39-Jährigen mit 28,9 Prozent,
während die 20- bis 29-Jährigen hier bereits 16 Prozent ausmachen.
Grundstückskäufe sind hingegen stärker in späteren Vermögensphasen
angesiedelt: Neben den 30- bis 39-Jährigen mit 23,4 Prozent erreichen
auch die 50- bis 59-Jährigen 23,4 Prozent, die 60- bis 69-Jährigen
kommen auf 15,8 Prozent. Die Daten zeigen, dass der Markt im letzten
Jahr vor allem von Käufern in der mittleren Erwerbsphase getragen
wird.

Zwtl.: Ausblick 2026

Für 2026 deutet vieles auf eine weitere moderate Erholung hin,
sofern das Zinsniveau stabil bleibt und die Rahmenbedingungen für
Investitionen und Wohnraumschaffung verlässlich bleiben.

Über Compass-Gruppe
Die Compass-Gruppe GmbH zählt zu den etabliertesten Anbietern von
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Lösungen für automatisierte Geschäftsprozesse. In den letzten Jahren
hat die Gruppe ihr Angebot stetig erweitert und stellt mit dem
Wirtschafts-Compass eine zentrale Plattform für unternehmensrelevante
Informationen bereit, die auch von Drittanbietern genutzt wird. Zudem
zählen Plattformen wie firmenbuchgrundbuch.at oder APO24 zum
Portfolio des Unternehmens.

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