Wien (OTS) – Im Rahmen des österreichischen
Kompetenzzentren-Programms COMET (
Competence Centers for Excellent Technologies) fiel die Entscheidung
für sieben neue COMET-Projekte und sechs neue COMET-Module. Das
Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur und das
Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus unterstützen
die neu genehmigten COMET-Projekte und Module mit rund 22 Millionen
Euro. Weitere 11 Millionen Euro steuern die beteiligten Bundesländer
bei. Die Unternehmenspartner investieren insgesamt knapp 16 Millionen
Euro, die wissenschaftlichen Partner weitere 1,6 Millionen Euro.
Die geförderten Initiativen adressieren zentrale Zukunftsfragen
in Bereichen wie Digitalisierung, Lebenswissenschaften, Mobilität,
Produktion und Umwelt. Sie leisten einen konkreten Beitrag zur
Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und stärken
den Innovations- und Forschungsstandort Österreich nachhaltig.
Exzellente Forschung wird dabei gezielt mit wirtschaftlicher
Umsetzung verknüpft – für mehr Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und
Wertschöpfung.
“Ein wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort ist das Ergebnis
eines starken Innovationsstandortes. Die COMET-Zentren betreiben
Forschung auf hohem internationalem Niveau und spielen damit für den
Standort Österreich eine entscheidende Rolle. Österreich hat bereits
in vielen Bereichen, etwa der Quantentechnologie oder ‚Green tech‘,
eine sehr gute Ausgangslage. Dies gilt es mit gezielten Förderungen
zu stärken. Das Geld ist hier gut investiert: Wir wissen aus Studien,
dass ein Euro öffentlicher Mehrausgaben für Forschung, Entwicklung
und Innovation zu einem langfristigen BIP-Zuwachs von etwa sechs Euro
führt“, erklärt Innovationsminister Peter Hanke .
„Forschung und Innovation sind der Innovationsmotor unserer
Wirtschaft. Die bewilligten COMET-Projekte und -Module zeigen
eindrucksvoll das enorme Innovationspotenzial in unserem Land. Die
breite Kooperation von Bund, Bundesländern, wissenschaftlichen
Institutionen und Unternehmen ist die Grundlage für das Erfolgsmodell
COMET. Mit gezielten Investitionen in Schlüsseltechnologien – von
Quantentechnologien über Künstliche Intelligenz bis hin zu
Mikroelektronik – unterstützen wir bereits jetzt Forschung und
Innovation in zentralen Zukunftsbereichen und stärken so unseren
Wirtschaftsstandort. Denn High-Tech Produkte sind in den Lieferketten
weniger leicht ersetzbar und für eine Exportnation wie Österreich ein
bedeutender Resilienzfaktor“, betont Wirtschaftsminister Wolfgang
Hattmannsdorfer .
„COMET steht für Forschung mit Wirkung. Die neuen Projekte und
Module greifen gezielt Zukunftsthemen auf und verbinden
wissenschaftliche Exzellenz mit konkretem Nutzen für Wirtschaft und
Gesellschaft. Damit stärken wir nicht nur den Innovationsstandort,
sondern auch das Vertrauen in technologiegetriebene Lösungen“, sagen
die Geschäftsführerinnen der FFG Henrietta Egerth und Karin Tausz .
Zwtl.: COMET-Projekte: Starke Impulse für Zukunftstechnologien
Die sieben neu bewilligten COMET-Projekte bündeln ein
Gesamtvolumen von rund 32 Millionen Euro. Sie greifen zentrale
Schlüsselthemen auf – von der Automatisierung der Forstwirtschaft
über Dekarbonisierung in der Metallproduktion und KI-gestützte
Wasseranalytik bis hin zu innovativen Konzepten für
Fahrzeugsicherheit und Mikroelektronik. Die Förderlinie „Newcomer“
ermöglicht es jungen Konsortien, neue Ideen schnell zur Umsetzung zu
bringen. Die Erfolgsquote von rund 70 Prozent unterstreicht die hohe
Qualität der eingereichten Initiativen.
Die 7 geförderten COMET-Projekte im Überblick (in alphabetischer
Reihenfolge):
ACWA – Austrian Centre of Water Analysis
Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Siedlungswasserbau
Wien, Niederösterreich
AddSafety – Efficient development of robust vehicle safety
Technische Universität Graz, Institut für Fahrzeugsicherheit
Steiermark
AutoForst – Advanced Automated Timber Value Chain
Technische Universität Graz, Institut für Fahrzeugtechnik
Steiermark, Kärnten
ENSURE – Data driven strategies to enhance sustainability,
resilience and resource efficiency of cattle farming
ZuchtData EDV-Dienstleistungen GmbH
Wien, Tirol
FL4E&R – Freeze-Lining Aided Pyrometallurgy for Carbon-free Metal
Extraction and Recycling
Montanuniversität Leoben, Lehrstuhl für Modellierung und Simulation
metallurgischer Prozesse
Steiermark, Oberösterreich
REACT – Reliability Evaluation and Analysis of Circuits and
Emerging Transistor Technologies
Technische Universität Wien, Institute for Microelectronics
Wien, Kärnten
We3D² – Wire-DED – Material, Process, and Data science for future
components and Digital qualification
LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen
Oberösterreich, Steiermark, Vorarlberg
Zwtl.: COMET-Module: Forschung über den Stand der Technik hinaus
Die sechs neu bewilligten COMET-Module bringen ein
Gesamtinvestitionsvolumen von 22,5 Millionen Euro mit sich. Sie
zielen auf anwendungsnahe Forschung über den State-of-the-Art hinaus
und widmen sich zentralen Zukunftsfeldern wie Artificial
Intelligence, Quantum Engineering, Bioökonomie und nachhaltiger
Energie. Die Einreichungen zeigen sowohl thematische Breite als auch
wissenschaftliche Tiefe – und belegen die Attraktivität der
Förderlinie.
Die 6 geförderten COMET-Module im Überblick (in alphabetischer
Reihenfolge):
A3Red – Accelerated design of Advanced Alloys with Reduced
critical raw materials content
Materials Center Leoben Forschung GmbH
Steiermark, Kärnten, Oberösterreich
DeSimplify – Creating the configurable Process Modelling
Architecture that acknowledges the complexity of chemical production
systems
Competence Center CHASE GmbH
Oberösterreich, Wien
ELF4GREEN – Electro-fermentation as advanced tool for targeted
bioproduction of green fuels and chemicals
BEST – Bioenergy and Sustainable Technologies GmbH
Niederösterreich, Wien
IACAI – Interfaces of Agent-Centric AI
Know Center Research GmbH
Steiermark
Renew4EHS – Renewable Materials for Energy Harvesting and Energy
Storage
Kompetenzzentrum Holz GmbH
Oberösterreich, Kärnten, Niederösterreich
QAE – Quantum Algorithm Engineering: Bridging the Gap to
Industrial Applications
Software Competence Center Hagenberg GmbH
Oberösterreich, Tirol
Zwtl.: COMET: Flaggschiff der österreichischen Spitzenforschung
COMET ist das rot-weiß-rote Flaggschiff-Programm von Wirtschaft
und Wissenschaft zur Förderung von Spitzenforschung. Das COMET-
Netzwerk besteht nun aus 23 COMET-Zentren, 16 COMET-Projekten und 18
COMET-Modulen. Finanziert werden die COMET-Kompetenzzentren vom Bund
– Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (
BMIMI) sowie Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus
(BMWET) – gemeinsam mit den Bundesländern sowie beteiligten
Unternehmen und Forschungsorganisationen. Die Österreichische
Forschungsförderungsgesellschaft FFG ist seit über 20 Jahren für das
Programmmanagement und die internationale Vernetzung verantwortlich.