Politik

AMS-Förderstopp: Ein Schlag für Frauen in NÖ

Am 29. September 2026 sorgt eine Entscheidung des Arbeitsmarktservice Niederösterreich (AMS NÖ) für große Wellen: Die sozialökonomischen Beschäftigungsprojekte „Eibetex“ in Waidhofen an der Thaya und das Frauenprojekt „LIMA“ in Lilienfeld werden ab 2027 nicht mehr gefördert. Diese Entscheidung trifft vor allem Frauen im ländlichen Raum hart. Silvia Moser, Landtagsabgeordnete und Frauensprecherin der Grünen Niederösterreich, nennt dies eine arbeitsmarktpolitische Bankrotterklärung. Die Entscheidung fällt in eine Zeit steigender Arbeitslosigkeit, die vor allem Frauen und strukturschwache Regionen besonders stark betrifft.

Hintergrund der Entscheidung

Die Projekte „Eibetex“ und „LIMA“ sind seit Jahrzehnten wichtige Stützen für den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. „Eibetex“ unterstützt seit über 36 Jahren Menschen in Waidhofen, während „LIMA“ speziell Frauen in Lilienfeld hilft. Die Streichung der Förderungen bedeutet, dass diese Projekte nicht mehr in der Lage sein werden, ihre wertvolle Arbeit fortzusetzen. Dies ist besonders bedauerlich, da sie bereits vor zwei Jahren von der Schließung bedroht waren und nur durch massiven Protest gerettet werden konnten.

Historische Entwicklung

Die Geschichte der sozialökonomischen Projekte in Österreich reicht Jahrzehnte zurück. Ursprünglich wurden sie ins Leben gerufen, um Menschen, die es schwer haben, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, eine Chance zu bieten. Diese Projekte sind nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland und der Schweiz etabliert. Sie bieten nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Schulungen und Unterstützung, um die Teilnehmer fit für den regulären Arbeitsmarkt zu machen.

Vergleich mit anderen Regionen

Während in Bundesländern wie Tirol und der Steiermark ähnliche Projekte weiterhin gefördert werden, ist die Einstellung der Förderung in Niederösterreich ein Rückschritt. In Deutschland und der Schweiz gibt es ebenfalls vergleichbare Projekte, die jedoch oft besser finanziert und unterstützt werden. Diese Unterschiede zeigen, wie wichtig eine kontinuierliche Förderung für den Erfolg solcher Initiativen ist.

Auswirkungen auf die Bürger

Für die betroffenen Frauen und ihre Familien bedeutet der Förderstopp nicht nur den Verlust einer Arbeitsstelle, sondern auch den Verlust von Perspektiven und Hoffnung. Eine Mitarbeiterin von „Eibetex“ beschreibt die Situation als „Boden unter den Füßen weggezogen“. Diese Projekte waren oft die letzte Chance für Frauen, die mit schwierigen Startbedingungen kämpfen, um wieder in den Arbeitsmarkt zu finden.

Zahlen & Fakten

Die Arbeitslosigkeit in den betroffenen Regionen liegt über dem nationalen Durchschnitt. Laut Statistik Austria waren im Jahr 2025 etwa 7% der Frauen in Niederösterreich arbeitslos, während der nationale Durchschnitt bei 5,5% lag. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig Projekte wie „Eibetex“ und „LIMA“ für die betroffenen Regionen sind.

Zukunftsperspektive

Ohne die Förderung dieser Projekte wird sich die Arbeitslosigkeit in den betroffenen Regionen wahrscheinlich weiter erhöhen. Es ist zu erwarten, dass mehr Frauen in die Langzeitarbeitslosigkeit abrutschen, was nicht nur wirtschaftliche, sondern auch soziale Folgen haben wird. Expertinnen fordern daher, dass alternative Fördermöglichkeiten geschaffen werden, um den betroffenen Frauen weiterhin Unterstützung zu bieten.

Schlussfolgerung

Die Entscheidung des AMS NÖ wird weitreichende Folgen für die betroffenen Frauen und die gesamte Region haben. Es bleibt zu hoffen, dass durch öffentlichen Druck und politischen Einsatz eine Lösung gefunden wird, um die wertvolle Arbeit dieser Projekte fortzuführen. Interessierte Leserinnen und Leser können sich auf der Webseite der Grünen Niederösterreich über aktuelle Entwicklungen informieren und an Petitionen teilnehmen.

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