15 Jahre flash Mädchen*café: Ein sicherer Raum für junge Frauen in Wien

Redaktion

14. März 2026

Am 13. März 2026 feierte das flash Mädchen*café in Wien sein 15-jähriges Bestehen. Diese Einrichtung, die vom Verein Wiener Jugendzentren betrieben wird, hat sich seit ihrer Gründung zu einem unverzichtbaren Teil der queer-feministischen Jugendarbeit in Wien entwickelt. Mit einem bunten Fest, das zahlreiche Gäste anzog, wurde dieses Jubiläum gebührend gefeiert. Die Bedeutung solcher Einrichtungen, insbesondere in einer Großstadt wie Wien, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Ein sicherer Hafen für Mädchen und junge Frauen

Das flash Mädchen*café bietet Mädchen und jungen Frauen einen geschützten Raum, in dem sie sich begegnen, mitbestimmen und persönlich entfalten können. Dieser Safe Space ist besonders wichtig, da er Mädchen die Möglichkeit gibt, in einem von Vorurteilen und Benachteiligungen freien Umfeld zu agieren. Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling betonte die Wichtigkeit solcher Orte und gratulierte dem Team zu diesem bemerkenswerten Jubiläum.

Die historische Entwicklung von Mädchenzentren in Wien

Die Idee des flash Mädchen*cafés entstand im Jahr 2010, als engagierte Mädchen gemeinsam mit einer Architektin das Konzept des ersten partizipativen Mädchen*cafés in Wien entwickelten. Das Lokal in der Zieglergasse wurde am 8. März 2011, passend zum Internationalen Frauentag, feierlich eröffnet. Seitdem hat sich das Café zu einem wichtigen Ort der Begegnung und des Austauschs entwickelt, der jährlich rund 5500 Kontakte zur Zielgruppe verzeichnet.

Vergleich mit anderen Bundesländern und Ländern

Während Wien mit dem flash Mädchen*café eine Vorreiterrolle einnimmt, gibt es ähnliche Einrichtungen auch in anderen österreichischen Bundesländern, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. In Deutschland und der Schweiz existieren ebenfalls vergleichbare Projekte, die jedoch oft durch verschiedene kulturelle und soziale Rahmenbedingungen geprägt sind. Der Austausch von Best Practices zwischen diesen Ländern könnte helfen, die Angebote weiter zu verbessern und auszuweiten.

Die konkreten Auswirkungen auf die Bürger

Für die Mädchen und jungen Frauen, die das flash besuchen, bietet der Ort mehr als nur Freizeitbeschäftigung. Hier können sie ihre Interessen verfolgen, an Projekten mitwirken und lernen, für ihre Rechte einzutreten. Diese Erfahrungen stärken ihr Selbstbewusstsein und fördern ihre persönliche Entwicklung. Ein Beispiel dafür ist Leni, eine 14-jährige Stammbesucherin, die das flash als „den besten Ort zum Abhängen für Mädchen“ beschreibt.

Zahlen und Fakten zur Nutzung des flash

Das flash Mädchen*café verfügt über eine Fläche von rund 120 m², die einen Barbereich, einen kleinen Discoraum, einen Chillraum sowie einen Innenhof mit Garten umfasst. In den Sommermonaten wird auch der Gehsteig vor der Einrichtung als Aktionsfläche genutzt. Das Team des flash organisiert regelmäßig Veranstaltungen wie Blockpartys und offene Lernräume, um den Mädchen vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.

Die Zukunftsperspektive für das flash Mädchen*café

Die Bedeutung des flash Mädchen*cafés wird auch in Zukunft bestehen bleiben, da der Bedarf an sicheren Räumen für Mädchen und junge Frauen weiterhin groß ist. Die Leiterin des flash, Beatrix Harrer, plant, die Angebote im digitalen Raum auszubauen, um noch mehr Mädchen zu erreichen. Zudem sollen Kooperationen mit regionalen Vereinen und Initiativen weiter gestärkt werden.

Zusammenfassung und Ausblick

Das 15-jährige Jubiläum des flash Mädchen*cafés zeigt, wie wichtig solche Einrichtungen für die Entwicklung junger Frauen sind. Sie bieten nicht nur einen sicheren Raum, sondern auch die Möglichkeit, Teilhabe und Empowerment konkret zu erleben. Angesichts der positiven Resonanz ist es entscheidend, dass solche Projekte unterstützt und weiter ausgebaut werden. Wie können wir sicherstellen, dass noch mehr solcher Safe Spaces entstehen? Interessierte finden weitere Informationen auf der Webseite des flash Mädchen*cafés.