OeNB-Bericht zeigt Rückgang bei Falschgeld 2025

Redaktion

27. Februar 2026

Am 27. Februar 2026 veröffentlicht die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) ihren jährlichen Bericht zur Falschgeldstatistik. Die Zahlen von 2025 zeigen einen leichten Rückgang der Falschgeldfälle in Österreich. Mit 10.089 sichergestellten gefälschten Banknoten liegt die Zahl um 1,2 Prozent unter dem Vorjahr. Diese Entwicklung hat sowohl wirtschaftliche als auch gesellschaftliche Relevanz für Österreich.

Entwicklung der Falschgeldfälle in Österreich

Die Falschgeldproblematik ist seit jeher ein Thema, das die Wirtschaft und die Gesellschaft beschäftigt. Falschgeld, also gefälschte Banknoten, die als echt ausgegeben werden, kann erheblichen wirtschaftlichen Schaden anrichten. Die OeNB, als nationale Zentralbank, spielt eine zentrale Rolle bei der Überwachung und Analyse dieses Phänomens.

Historisch gesehen war die Falschgeldkriminalität in Österreich stark von internationalen Trends beeinflusst. In den frühen 2000er Jahren erlebte Europa eine Welle von Falschgeldfällen, die vor allem durch organisierte Kriminalität befeuert wurden. Dank verstärkter Sicherheitsmaßnahmen und internationaler Kooperationen konnte die Zahl der Fälschungen in den letzten Jahren jedoch deutlich reduziert werden.

Vergleich mit anderen Ländern

Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz, die ebenfalls regelmäßig Falschgeldstatistiken veröffentlichen, zeigt sich, dass Österreich im europäischen Mittelfeld liegt. Deutschland meldete 2025 etwa 44.000 Fälschungen, während die Schweiz mit rund 2.000 Fällen deutlich weniger betroffen ist. Diese Unterschiede sind zum Teil auf die Größe der Volkswirtschaften und die unterschiedlichen Sicherheitsstrategien zurückzuführen.

Regionale Unterschiede in Österreich

Ein genauerer Blick auf die regionalen Daten zeigt, dass Wien mit 5.061 Fälschungen (50,2 Prozent) das Zentrum der Falschgeldkriminalität in Österreich bleibt. Niederösterreich und Oberösterreich folgen mit deutlichem Abstand. Diese Konzentration auf Wien kann auf die höhere Bevölkerungsdichte und die größere Anzahl an Handelsgeschäften zurückgeführt werden.

Interessanterweise ist der Schaden durch Fälschungen um 9,0 Prozent auf 610.870 EUR gesunken. Dies deutet darauf hin, dass die Präventionsmaßnahmen der OeNB und der Polizei Früchte tragen. Die Polizei konnte 13.614 Fälschungen sicherstellen, bevor diese in den Umlauf gelangten, was die Effektivität der aktuellen Strategien unterstreicht.

Fachbegriffe erklärt

  • Falschgeld: Banknoten oder Münzen, die ohne Genehmigung der zuständigen Behörden hergestellt wurden und als echt ausgegeben werden.
  • Sicherheitsmerkmale: Spezielle Merkmale auf Banknoten, die ihre Echtheit gewährleisten, wie Wasserzeichen, Hologramme und spezielle Drucktechniken.

Einfluss auf die Bürger

Für die Bürger bedeutet der Rückgang der Falschgeldfälle eine erhöhte Sicherheit im Umgang mit Bargeld. Dennoch bleibt Wachsamkeit geboten. Die OeNB empfiehlt die Anwendung der Prüfschritte FÜHLEN – SEHEN – KIPPEN, um die Echtheit von Banknoten zu überprüfen.

Darüber hinaus hat die OeNB in Zusammenarbeit mit dem Gemeinde- und Städtebund Maßnahmen ergriffen, um die Bargeldversorgung, insbesondere in ländlichen Gebieten, zu sichern. Bis zu 120 neue Geldautomaten sollen in Gemeinden ohne Bankfilialen aufgestellt werden, um die Bargeldverfügbarkeit zu verbessern.

Zukunftsperspektiven

Die OeNB arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung der Sicherheitsmerkmale der Euro-Banknoten. Ein Designwettbewerb für neue Banknoten ist im Gange, und die Öffentlichkeit wird in den Auswahlprozess einbezogen. Diese Maßnahmen sollen nicht nur die Fälschungssicherheit erhöhen, sondern auch die kulturelle Identität Europas widerspiegeln.

In Zukunft könnten technologische Fortschritte wie digitale Währungen eine Rolle bei der Bekämpfung von Falschgeld spielen. Die OeNB beobachtet diese Entwicklungen aufmerksam, um rechtzeitig reagieren zu können.

Fazit und Ausblick

Die Falschgeldstatistik 2025 zeigt positive Entwicklungen in Österreich. Dank effektiver Präventionsmaßnahmen und internationaler Zusammenarbeit konnte die Zahl der Fälschungen reduziert werden. Dennoch bleibt Wachsamkeit notwendig, um die Sicherheit im Zahlungsverkehr zu gewährleisten.

Für weitere Informationen besuchen Sie die offizielle Pressemitteilung der OeNB.