Am 24. Februar 2026 wurde in Wien ein bemerkenswertes Programm vorgestellt, das sich gezielt an Alleinerzieher*innen richtet. Diese tragen oft die alleinige Verantwortung für ihre Familien und sind besonders von finanzieller Unsicherheit betroffen. Der Verein Feministische Alleinerzieherinnen – FEM.A hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Menschen durch gezielte Bildungsmaßnahmen in Karriere- und Finanzfragen zu helfen.
Armut trotz Erwerbsarbeit
Armut ist für viele Alleinerzieher*innen in Österreich trotz Erwerbsarbeit eine bittere Realität. Die Doppelbelastung durch Beruf und Care-Arbeit führt häufig zu sozialer Ausgrenzung und finanziellen Engpässen. Das Programm „Karriere und Finanzen“ von FEM.A zielt darauf ab, genau diese Probleme anzugehen.
Das Programm im Detail
Von Januar bis Juni 2026 bietet FEM.A wöchentliche Webinare an, die von Expert*innen geleitet werden. Diese Webinare decken Themen wie finanzielle Selbstfürsorge, finanzielle Beihilfen und berufliche Weiterentwicklung ab. Unterstützt wird das Programm vom L’Oréal Fund for Women, der sich weltweit für Frauen in Not einsetzt. Ludmilla Falala, Programm Managerin des Fonds, betont: „Unsere Unterstützung für Frauen in schwierigen Lebenslagen ist entscheidend für die Zukunft ihrer Kinder.“
Finanzbildung als Schlüssel
Die Webinare richten sich nicht nur an Alleinerzieher*innen, sondern auch an Multiplikator*innen wie Mitarbeiter*innen von Beratungsstellen und Bildungseinrichtungen. Die Themen sind praxisorientiert und behandeln alltägliche Herausforderungen wie Budgetplanung und Steuern. Andrea Czak, Obfrau von FEM.A, erklärt: „Finanzielle Unabhängigkeit ist der Schlüssel zur Gewaltprävention.“
Historische Entwicklung und Vergleich
Historisch gesehen hatten Alleinerzieher*innen in Österreich immer mit finanziellen Herausforderungen zu kämpfen. Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz sind die Unterstützungsangebote in Österreich gut, aber es besteht noch Verbesserungsbedarf. In der Schweiz beispielsweise gibt es ähnliche Programme, die jedoch stärker staatlich gefördert werden.
Konkrete Auswirkungen und Zukunftsperspektiven
Das Programm von FEM.A hat das Potenzial, die finanzielle Situation vieler Alleinerzieher*innen nachhaltig zu verbessern. Durch gezielte Bildung und Beratung können sie ihre finanzielle Lage stabilisieren und langfristig verbessern. Die Teilnahme an den Webinaren ist kostenlos, was die Hürde zur Teilnahme senkt und den Zugang zu wichtigem Wissen erleichtert.
Die Zukunftsperspektiven für Alleinerzieher*innen in Österreich sind dank Initiativen wie dieser vielversprechend. Mit kontinuierlicher Unterstützung und Bildung können sie nicht nur ihre eigene Lebenssituation verbessern, sondern auch die ihrer Kinder.
Weiterführende Informationen
Weitere Informationen zu den Webinaren und dem Programm finden Interessierte auf der Website von FEM.A. Dort sind alle aktuellen und zukünftigen Webinare aufgelistet und können direkt abgerufen werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Programm „Karriere und Finanzen“ von FEM.A einen wichtigen Beitrag zur finanziellen Unabhängigkeit von Alleinerzieher*innen in Österreich leistet. Es bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen auch in anderen Ländern Schule machen.