Valentin Opfermann übernimmt EAK-Geschäftsführung

Redaktion

23. Februar 2026

Am 23. Februar 2026 wird ein bedeutender Wechsel in der Führung der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle (EAK) bekannt gegeben. Nach über zwei Jahrzehnten an der Spitze tritt Elisabeth Giehser in den Ruhestand und übergibt die Leitung an Valentin Opfermann. Diese Nachricht markiert einen wichtigen Moment für die EAK und die österreichische Kreislaufwirtschaft.

Ein Rückblick auf die Ära Giehser

Elisabeth Giehser hat seit der Gründung der EAK im Jahr 2005 eine entscheidende Rolle in der Entwicklung der Organisation gespielt. Unter ihrer Leitung wurde die EAK zu einer zentralen Institution für die Sammlung und Verwertung von Elektroaltgeräten und Altbatterien. Ihre Anstrengungen begannen bereits in den 1990er Jahren, als sie maßgeblich am Aufbau der Verpackungssammlung in Österreich beteiligt war. Diese Erfahrungen flossen in ihre Arbeit bei der EAK ein, wo sie die Einführung der eKS-Datenbank und die Abholkoordinierung erfolgreich umsetzte.

Meilensteine und Entwicklungen

Ein bedeutender Meilenstein in Giehsers Karriere war die Einführung der BATT-VO im Jahr 2008, die die Kompetenzen der EAK auf den Bereich der Gerätebatterien erweiterte. In den folgenden Jahren übernahm die EAK weitere Aufgaben, darunter die Kontrolle der Systempartner:innen zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen und die Vergabe von Fördergeldern für Abfallvermeidungsprojekte. Diese Entwicklungen verdeutlichen den Einfluss, den Giehser auf die österreichische Kreislaufwirtschaft hatte.

Vergleich mit internationalen Entwicklungen

Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz hat Österreich unter Giehsers Führung erhebliche Fortschritte im Bereich der Kreislaufwirtschaft erzielt. Während Deutschland mit seiner Verpackungsverordnung und der Schweiz mit ihrem umfassenden Recycling-System Vorreiter waren, hat Österreich durch die EAK eine eigene erfolgreiche Strategie entwickelt. Diese Erfolge sind nicht zuletzt auf die enge Zusammenarbeit mit internationalen Expert:innen zurückzuführen, die Giehser pflegte.

Auswirkungen auf die Bürger:innen

Die Arbeit der EAK hat direkte Auswirkungen auf die österreichische Bevölkerung. Durch Initiativen wie den „Sammelstellenfinder“ und die Bildungsarbeit mit Schulkoffern wurde das Bewusstsein für nachhaltige Praktiken gestärkt. Diese Maßnahmen haben dazu beigetragen, dass die Trennung und Verwertung von Elektroaltgeräten und Batterien in Österreich zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Ein Beispiel ist die Kampagne „Her mit Leer“, die erfolgreich das Bewusstsein für Batterierückgabe gesteigert hat.

Zahlen und Fakten zur EAK

Die EAK kann auf beeindruckende Statistiken verweisen. Seit ihrer Gründung hat die Organisation die Sammlung und Verwertung von Millionen Elektroaltgeräten und Batterien koordiniert. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung der EAK für den Umweltschutz und die Ressourcenschonung in Österreich.

Die Zukunft unter Valentin Opfermann

Mit Valentin Opfermann übernimmt ein erfahrener Wirtschaftswissenschaftler die Führung der EAK. Opfermann bringt umfangreiche Erfahrungen aus seiner Tätigkeit in Brüssel und als Kabinettschef-Stellvertreter im BMLUK mit. Er sieht seine Aufgabe darin, die EAK in einem komplexen regulatorischen Umfeld weiterzuentwickeln und als verlässliche Partnerin für Wirtschaft, öffentliche Hand und Gesellschaft zu positionieren. Opfermann plant, auf dem starken Fundament, das Giehser gelegt hat, aufzubauen und neue strategische Initiativen zu fördern.

Zusammenfassung und Ausblick

Der Wechsel in der Geschäftsführung der EAK markiert das Ende einer erfolgreichen Ära und den Beginn einer neuen Phase unter Valentin Opfermann. Die EAK bleibt eine zentrale Institution in der österreichischen Kreislaufwirtschaft, die weiterhin auf Nachhaltigkeit und Innovation setzt. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Organisation unter neuer Führung weiterentwickeln wird. Was denken Sie, welche Herausforderungen und Chancen die Zukunft für die EAK bereithält?